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Verantwortungsbewusstes Investieren einfach machen!?

Die Bedeutung von verantwortungsbewusstem Investieren wächst im deutschen Pensionsmarkt bei allen Beteiligten stetig. Die Treiber für diese Entwicklung können eine moralische Verantwortung, die Endlichkeit der Ressourcen, Risikomanagement der Kapitalanlage oder eine gewollte Verpflichtung gegenüber den Versorgungsberechtigten sein.
Mit dem Inkrafttreten der EU-Richtlinie über die Tätigkeiten und die Beaufsichtigung von Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (sog. EbAV-II-Richtlinie) am 13. Januar 2019 nimmt die Entwicklung des verantwortungsbewussten Investierens auch von Seiten der Regulatorik weiter an Fahrt auf.

01 Apr 2019

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Die Verpflichtung verantwortungsbewusst zu handeln

Mit der Gesetzesänderung nehmen ökologische, soziale und Governance-Aspekte Einzug in die Praxis der Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV). Es steht ihnen weiterhin frei, ESG-Faktoren bei der Kapitalanlage unberücksichtigt zu lassen, jedoch muss Auskunft darüber gegeben werden, ob und inwieweit Umwelt-, Klima, soziale und Unternehmensführungsaspekte in der Anlagepolitik berücksichtigt werden. Ebenfalls kommt den ESG-Faktoren im Risikomanagement eine gewichtigere Rolle zu

Ein wichtiges Thema für die KAS BANK

Für uns stellen die Entwicklung und die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit sowie das zunehmende Bewusstsein für ein verantwortungsbewusstes Investieren wichtige und einflussreiche Faktoren im deutschen Pensionsmarkt dar. Es ist unser Anliegen Pensionseinrichtungen und Trägerunternehmen bei Ihrer „ESG-Reise“ mit praktikablen Lösungen zu unterstützen und einen positiven Mehrwert für die Einrichtung und somit auch für die Endbegünstigten zu schaffen. Ein sanfter Zwang kann eine positive Entwicklung fördern, allerdings dürfen Einrichtungen der bAV mit zusätzlichen Anforderungen neben den zahlreichen Reportingpflichten wie z.B. dem Bafin-Meldewesen sowie den kommenden EZB-Anforderungen nicht überfrachtet werden.

Schritt für Schritt bewusster handeln

Doch in welche Richtung sollte der erste Schritt bei dem sehr umfangreiche Thema der verantwortungsbewussten Kapitalanlage? Es ist ein praktikabler Ansatz notwendig. Die „ESG-Reise“ eher als einen iterativen Prozess zu betrachten kann dabei helfen! Als Ausgangpunkt ist eine Status-Quo Betrachtung der Kapitalanlage unter Berücksichtigung z.B. der UN Global Impact Richtlinien ratsam. Wie nachhaltig sind Sie investiert? Gibt es Investments die Ihren Werten und Vorstellung widersprechen? Welche Investments sind besonders nachhaltig? Diese Erkenntnisse dienen als Diskussionsgrundlage der Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie. Zu Beginn bestehend aus Ausschlusskriterien, kann diese Nachhaltigkeitsstrategie perspektivisch weiterführend mit z.B. Best-in-Class Ansätzen ergänzt werden und gefolgt von Einflussnahme durch Stimmrechtsausübung, Themeninvestments oder auch ESG-optimierten Indizes weiter ausgebaut werden. All diese Maßnahmen müssen nicht zu Beginn und auch nicht parallel implementiert werden. Allerdings sind eine stetige und kontinuierliche Überwachung Ihrer Nachhaltigkeitsstrategie und ein hohes Maß an Transparenz essentiell für den Erfolg Ihrer „ESG-Reise“.

Wir haben im Markt nachgefragt

Wir haben im Markt nachgefragt

Wir sind überzeugt, dass eine Berücksichtigung von ESG-Faktoren bei der Kapitalanlage nicht im Widerspruch zu Rentabilität, Sicherheit und Liquidität stehen muss, sondern vielmehr die ganzheitliche Kapitalanlage ermöglicht und die treuhänderischen Verpflichtung sicherstellt. Daher haben wir im Markt nachgefragt. Die Auswertung unserer ESG-Marktuntersuchung bringt spannende Erkenntnisse für alle Marktteilnehmer zu Tage.

Die Haupttreiber für die Einführung einer eigenen Nachhaltigkeitsstrategie sind vorrangig der externe und regulatorische Druck, die Zukunftsabsicherung sowie die Überzeugung der Beteiligten. Als Hindernis beziehungsweise Argumentation gegen die Einführung einer solchen Strategie stehen der Aufwand und der Mangel an objektiven Kriterien im Vordergrund. Die Top 3 der Faktoren einer Nachhaltigkeitsstrategie sind treuhänderische Verantwortung, Interessen der Versorgungsberechtigten sowie die Vermeidung von Reputationsschäden. Transparenz wird von der Mehrheit der Befragten durch eine offene und aktive Kommunikation und Information über die Nachhaltigkeitsstrategie in Richtung der Versorgungsberechtigten gelebt. Das Interesse an Nachhaltigkeit und verantwortungsbewussten Investments wächst stetig und wird auch im Hinblick auf die höhere Gewichtung des Faktors Nachhaltigkeit durch die Generationen Y und Z immer bedeutsamer.

Mut zu mehr Freiwilligkeit

Trotz allgemeiner Sorge, dass den Einrichtungen der bAV mit der EbAV-II-Richtlinie eine Vollharmonisierung bevorsteht und gerade beim Thema ESG eine Standardisierung kaum möglich sein wird, begrüßt die Mehrheit die neuen ESG-Transparenzvorschriften und möchte sogar auf freiwilliger Basis ESG-Faktoren in der Kapitalanlage berücksichtigen. Das macht Mut und darauf können wir als KAS BANK aufbauen und unterstützen.

Christian Schneider

Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!

Christian Schneider

Sales Manager Pensions
+49( 0)69 5050 679 24