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UK geht mit großen Schritten im Thema Kostentransparenz voran

In den letzten Jahren wurde die Transparenz im britischen Pensionsmarkt deutlich verbessert. Besonders Organisationen wie FCA (Financial Conduct Authority), DWP (Department for Work and Pensions) und LGPS (Local Goverment Pension Scheme) setzen sich aktiv für Kostentransparenz in der betrieblichen Altersversorgung für ein Good-Governance-Verfahren ein. Die ersten bedeutenden Meilensteine sind gesetzt, dennoch liegt noch ein langer Weg vor uns, so Pat Sharman, Managing Director der KAS BANK - UK Branch.

22 Mai 2018

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Kostenkontrolle muss transparent, effizient und einfach sein

Weltweit gilt Großbritannien mit über 2,22 (GBP) Billionen Assets under Management als zweitgrößter Pensionsmarkt. In Europa ist dieser Markt der größte im Bereich der betrieblichen Altersversorgung. Es ist jedoch weitgehend unbekannt, wie viel Geld über die Rentenwertschöpfungskette ausgegeben wird.

Ein Grund für die fehlende Transparenz auf der Kostenseite sind komplexe infrastrukturelle und betriebliche Herausforderungen der Pensionsfonds, die sie häufig daran hindern, eine vollständige Kostentransparenz über mehrere Daten- und Betriebssilos abzubilden.

Ein Pensionsfonds mittlerer Größe steht vor der Herausforderung seine Kostendaten aus mindestens 25 verschiedenen Quellen und in mehrere Formate zu aggregieren. Hinzu kommen technische Besonderheiten des britischen Marktes, die die Einführung und Umsetzung von Kostentransparenz erschweren.

Dennoch steigt die Nachfrage nach Transparenz und Initiativen wie dem LGPs-Code of Transparency und der IDWG der FCA setzen einen soliden Grundstein für ein standardisiertes Kostenerfassungsgstemplate. Zum aktuellen Zeitpunkt arbeitet der Markt hauptsächlich mit Excel-Tabellen, woraus ineffiziente Prozesse resultieren und der Vergleich von Kosten zeitaufwendig und teuer ist.

Wie wir von unseren Nachbarn den Niederlanden lernen können

Es herrscht ein Abwärtstrend bei den durchschnittlichen Investitions- und Transaktionskosten der niederländischen Pensionsfonds (Zeitraum 2012-2016), so ein Artikel der niederländischen Fonds- und Vermögensverwaltungsgesellschaft aus dem Jahr 2018. Ihren Angaben zu Folge sanken die Investitionskosten der Pensionsfonds mit einer Größenordnung von weniger als 1 Mrd. Euro und 1 Mrd. Euro bis 5 Mrd. Euro um 17 Prozent.

Durch die Zusammenarbeit der niederländischen Pensionsindustrie (Pensionsfonds, Depotbanken, Vermögensverwalter und Aufsichtsbehörden) konnte ein robuster Rahmen geschaffen werden, welcher stetig weiterentwickelt und aktualisiert wurde. Ein bedeutender Ansporn für Großbritannien aber auch für Deutschland sollte sein, dass die niederländischen Regulierungsbehörden zwar unterstützend und leitend zur Seite standen, es jedoch die Pensions-Branche selbst war, die die Initiative vorangetrieben hat.

 

Den Originalbeitrag finden Sie unter folgendem Link.

Hans-Peter Bauder

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Hans-Peter Bauder

Head of Business Development Pensions
+49 (0) 69 5050 679 23