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Governance für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des deutschen Pensionsmarktes

Noch immer hinkt Deutschland bei wichtigen Themen der betrieblichen Altersversorgung (bAV), wie der Verbreitung und der Transparenz, im Vergleich zu anderen europäischen Staaten, wie den Niederlanden, deutlich hinterher. Aus internationalen Governance-Anforderungen können Impulse für den deutschen bAV-Markt gewonnen werden und dabei Entwicklungen für Deutschland frühzeitig erkannt werden.

09 Jan 2018

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Das Betriebsrentenstärkungsgesetz ist ein Schritt in die richtige Richtung

Es stärkt den deutschen Pensionsmarkt, um eine größere Verbreitung insbesondere bei kleineren und mittleren Unternehmen sowie Beschäftigte mit geringem Einkommen zu erreichen. Bei diesen Zielgruppen besteht in Deutschland noch eine besonders große bAV-Lücke. Allerdings sieht das neue Gesetz mit dem Sozialpartnermodell den Wegfall von garantierten Rentenleistungen vor und umfasst eine reine Beitragszusage.

Gerade durch diesen Garantie-Wegfall sind hohe Kontroll- und Governance-Anforderungen notwendig, die verschiedene Faktoren gleichzeitig berücksichtigen. Dazu gehören sowohl Risiko als auch Performance, Administration, Kosten und Transparenz. Nur wenn diese zusammen betrachtet werden und im Einklang stehen, ist es möglich, das Vertrauen der Arbeitnehmer und Versorgungsberechtigten auszubauen und schließlich eine höhere Verbreitung der bAV in Deutschland zu erreichen. Geregelt ist dies allerdings nicht im neuen Gesetz und es sind viele Punkte der konkreten Umsetzung offen. Daher sind sämtliche Beteiligte gefordert.

Das Risiko verschiebt sich klar in Richtung Arbeitnehmer

Gleichzeitig erhöht sich bei Einrichtungen der bAV der Anlagespielraum, wodurch höhere Renditen möglich sind. So steigt die Verantwortung aller Parteien entlang der bAV-Wertschöpfungskette. Auf Seiten der Arbeitnehmer ist ein komplettes Umdenken zu einer höheren Risikobereitschaft und mehr Eigenverantwortung notwendig. Arbeitgeber und Sozialpartner wiederum haben die Verantwortung für eine höhere Kontrolle und Governance durch ein umfangreiches Risikomanagement und erhöhte Transparenz der unterschiedlichsten Kosten mit einer detaillierten Kostenanalyse.

Eine umfangreiche Kostenerhebung in Verbindung mit einem Benchmarking zum Beispiel macht Einsparpotenziale erkennbar und ermöglicht ein zusätzliches Administrations-Alpha und im Endeffekt eine höhere Rendite. Schließlich haben die Sozialpartner bereits bei der Festlegung der Anlagekriterien und der Auswahl der Partner sowie bei der Ausgestaltung des Tarifvertrags eine Verantwortung.

Ein ganzheitlicher Governance-Ansatz, als ein stabiler Grundpfeiler einer erfolgreichen bAV, bezieht sämtliche genannten Kriterien mit ein und liefert dadurch Werkzeuge, um eigene Strukturen kontrollierbarer und effizienter zu machen sowie den gewünschten Effekt einer gestärkten deutschen bAV zu erreichen. 

Frank Vogel

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Frank Vogel

Managing Director - KAS BANK N.V. - German Branch
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